Stellungnahme der landeskirchlichen Gemeinschaften zum Synodalbeschluss bzgl. Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Die beiden größten landeskirchlichen Gemeinschaften im Bereich der badischen Landeskirche - der Liebenzeller Gemeinschaftsverband und der AB-Verband - haben in zwei ähnlich lautenden Erklärungen Stellung genommen zum Beschluss unserer Landessynode zum Thema "Öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in eingetragenen Lebenspartnerschaften".


Erklärung des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes  (Hartmut Schmid)


Erklärung des AB-Verbandes  (Achim Kellenberger)

 

Interessant für Kirchengemeinden sind vor allem die Aussagen unter Punkt 6: "Wie reagiert der Verband?"

(1) Zunächst können wir als ein großer Verband, der zudem in mehreren Landeskirchen mit unterschiedlichen rechtlichen Regelungen tätig ist, keine übereilten Schritte tun. Es muss gründlich und gemeinsam mit den Vertretern anderer Verbände überlegt werden, wie wir angemessen reagieren.

(2) Unsere innerkirchliche Verortung als Verband geben wir deshalb nicht preis. Als freies Werk innerhalb evangelischer Landeskirchen tritt unser Profil im Bibelverständnis und in ethischen (und natürlich auch anderen Fragen) umso deutlicher zutage. Menschen, die sich grundsätzlich in der Kirche beheimatet sehen, aber diese Entwicklung nicht mitgehen wollen, können bei uns eine geistliche Heimat finden.

(3) Besucher, die - aus welchen Gründen auch immer - mit dieser Kirche nicht mehr verbunden sind, können ebenfalls eine geistliche Heimat in unserem Gemeinschaftsverband finden.

(4) Außerdem wollen wir die Schwestern und Brüder nicht verlassen, die ihren Auftrag bei allen Beschwernissen weiterhin in dieser Kirche sehen und wahrnehmen wollen.

(5) Menschen, die sich aus Gewissensgründen in der Evangelischen Kirche Baden nicht mehr beheimatet sehen, können in den Gemeinden des LGV die volle geistliche Versorgung erhalten.